Roman Signer bezieht Zeit, Beschleunigung und Veränderung mit in den skulpturalen Prozess ein und erkundet die Möglichkeiten des Mediums. Der Künstler interessiert sich für energetische Prozesse oder «Ereignisse», wie sie sich in seinen inszenierten Aktionen manifestieren. Mit Konsequenz vertritt Roman Signer einen Werkbegriff, der die Idee des dreidimensionalen, unveränderbaren Objekts verlässt und Zeit als vierte Dimension in die Gestaltung einbezieht. Roman Signer gehört seit seinen Beteiligungen an der Documenta 8 in Kassel, Projekte in Münster und der Biennale in Venedig zu den bedeutendsten europäischen Gegenwartskünstlern.
Schweizer Bildhauer, Zeichner, Aktions-/Konzeptkünstler und Filmer. Mit seinen «Ereignissen» und Installationen arbeitet Roman Signer (* 1938) seit den 1970er Jahren an einer Neudefinition der Skulptur.
Kunstaktion an der Fabrik am Rotbach.
Die St.Galler Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin gehen in ihrem Atelier für Sonderaufgaben seit 20 Jahren der Frage nach, inwieweit sich das Potential der Kunst erweitert, wenn sie den repräsentativen Rahmen verlässt und direkt in sozial-gesellschaftliche Realitäten eingreift. Wo liegt die Schnittstelle zwischen Kunst und Alltag, Wirtschaft und Gesellschaft? Wie verändert sich die Rolle des Künstlers, wenn Kunst dort platziert wird, wo man sie am wenigsten erwartet? Frank und Patrik Riklin rütteln an verschiedenen Systemen des Alltags und erschaffen neue Wirklichkeiten. Mit den Werken Null Stern Hotel (2008/2016), BIGNIK (2012-2043) und Fliegen retten in Deppendorf (2012) haben sie in den vergangenen Jahren internationale Bekanntheit als Konzeptkünstler erreicht. 2018 gründeten sie die Artonomie, eine Intervention für unübliches Denken und Handeln im Wirtschaftsraum. sonderaufgaben.ch